Funktionelles Training

In der Sport- und Fitnessszene wird Functional Training häufig und gerne als Synonym für verschiedene Arten des Trainings eingesetzt. Auch in vielen anderen Disziplinen und Konzepten taucht der Begriff auf. In den letzten Jahren wurde er vor allem von ExpertInnen aus dem amerikanischen Raum geprägt.

Schaut man zurück auf die Ursprünge von Bobath, von funktioneller Bewegunslehre und propriozeptiver neuromuskulärer Fazilitation (PNF), dann steht die Qualität der Bewegung im Vordergrund und stellt eine Basis für eine erfolgreiche Arbeit mit dem Menschen dar. Somit ist der Ursprung zahlreicher Prinzipien des Functional Training in physiotherapeutischen Ansätzen beheimatet. Dabei werden Übungen und Trainingsprinzipien beschrieben, die mehrdimensional, funktionsbasiert und zielorientiert ausgerichtet sind, dabei werden verschiedene koordinative Aspekte berücksichtigen und komplexe Bewegungsabläufe einbezogen.

Um das funktionelle Training objektiv und messbar zu gestalten, wurden spezifische Testbatterien entwickelt, die grundlegende Bewegungsmuster hinsichtlich ihrer Qualität evaluieren. Insbesondere die Bewegungsqualität und die Bewegungskontrolle sind im Training sehr wichtig. (Siehe FMS und Motion Guidance)

Die postoperativen Immobilisationszeiten werden heutzutage so kurz wie möglich gehalten und durch den Einsatz frühfunktionaler Bewegungsübungen ersetzt, um das Entstehen pathologischer Bewegungsmuster zu verhindern. Analysen von Bewegungsmustern, welche ein beitragender Faktor für ein orthopädisches Problem sein können, können helfen, Auffälligkeiten mit entsprechenden Übungen zu korrigieren.